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Ich
will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.
Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.
(Textausschnitt Titel 3)
…aber
Xavier Naidoo bringt nichts um, im Gegenteil, das
melancholische Timbre seiner wenig bekannten
Sprechstimme haucht den Worten Leben ein, macht
nachdenklich und wirkt dennoch beruhigend.
Auch im Titel 10 bringt er die Verse zum Singen: Naidoos
Gesang und eine außergewöhnliche Stimme ergänzen
einander auf ergreifende Art und Weise: ein
unnachahmlicher Ben Becker spricht das „Lied
(Du nur, Du)“. Und dieses Lied verweilt nicht wie
„ein Duft ohne Rest“, nein, die seltsam wunderbare
Harmonie zwischen gesprochenem Wort, Gesang und einer
hochsensiblen Musik lassen diese Zeilen noch lange in
einem nachklingen.
Die CD besticht nicht nur durch die Auswahl der Texte,
sondern auch durch die Interpreten, die jeweils perfekt
darauf abgestimmt worden sind.
So überzeugt eine Hannelore
Elsner mit ihrer Version von „Du musst das Leben
nicht verstehen“ (Titel 4); unnachahmlich und voller
Gefühl hadert sie in „Die Liebende“ (Titel 12)
glaubwürdig mit ihrer Einsamkeit, geht in den Versen
auf, verschmilzt mit ihnen.
Das
sind nur zwei Highlights, da wäre auch noch ein
einzigartiger Otto Sanders, der den "Panther"
(Titel 8) spricht, ein souveräner Mario Adorf,
die einnehmende Stimme eines warmherzigen Friedrich
von Thun, eine unerwartet sanfte, aber dennoch
typische Nina Hagen und die große Überraschung:
Rudolph Moshammer.
Wenn Montserrat
Caballé ihre ergreifende Schlusskadenz singt (in
einem verdunkelten Raum, auf einem Holzstuhl sitzend),
ist man versucht, sich die CD sogleich ein zweites Mal
anzuhören, aber man sollte noch ein wenig warten, ein
wenig Geduld haben - man wird dafür belohnt werden…
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