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Der
Fahnenträger |
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Aus dem Bilderzyklus von
Michael Blümel
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Liebesgedichte
Rilkes Liebeslyrik äußert
sich oft in Ver-zweiflung und Klage
um ihre Nichterfüllung.
Für ihn lag das Wesen der Liebe nicht im gemeinsamen
Leben, "sondern darin, dass einer den anderen
zwingt, etwas zu werden, unendlich viel zu werden, das
Äußerste zu werden, wozu seine Kräfte reichen."
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Der Fahnenträger
Die Andern fühlen alles an sich rauh
und ohne Anteil: Eisen, Zug und Leder.
Zwar manchmal schmeichelt eine weiche Feder,
doch sehr allein und lieb-los ist ein jeder;
er aber trägt - als trüg er eine Frau -
die Fahne in dem feierlichen Kleide.
Dicht hinter ihm geht ihre schwere Seide,
die manchmal über seine Hände fließt.
Er kann allein, wenn er die Augen
schließt,
ein Lächeln sehn: er darf sie nicht verlassen. -
Und wenn es kommt in blitzenden Kürassen
und nach ihr greift und ringt und will sie fassen -
dann darf er sie abreißen von dem Stocke
als riß er sie aus ihrem Mädchentum,
um sie zu halten unterm Waffenrocke.
Und für die Andern ist das Mut und Ruhm.
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Rilke Projekt - Live DVD
Jetzt können Fans das
Rilke-Projekt auch live auf einer DVD bewundern.
Auf den Live-Mitschnitten sind Rilke-rezitationen von
Jürgen Prochnow, Nina Hagen, Robert Stadlober, Zabine
und Nina Hoger - untermalt mit der Musik von Schönherz &
Fleer - zu sehen.
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